Kollagen ist eines der wichtigsten Proteine in unserem Körper. Es bildet die Grundlage des Bindegewebes und sorgt für dessen Festigkeit, Elastizität und Hydratation. Kollagen besteht nicht nur aus Knochen und Sehnen, sondern auch aus Haut und anderen Organen. In den letzten Jahren ist es zu einem sehr beliebten Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetikprodukten geworden. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Kollagentypen (insbesondere Typ I, II und III), erläutern den Unterschied zwischen nativem und hydrolysiertem Kollagen und beleuchten, welches Kollagen für die Gelenkpflege und welches für die Haut geeignet ist.
Kollagentypen und ihre Bedeutung
Im menschlichen Körper wurden über 20 Kollagentypen entdeckt, die wichtigsten und am häufigsten im Zusammenhang mit Gesundheits- und Schönheitspflege erwähnten sind jedoch:
- Kollagen Typ I
- Ist am weitesten verbreitet, 80–90 % des gesamten Kollagens im Körper
- Findet sich in Haut, Knochen, Sehnen, Bändern und Zähnen
- Sorgt für die Festigkeit und Elastizität dieser Gewebe
- Produkte mit hydrolysiertem Kollagen Typ I, z. B. aus Fischhaut oder Rinderhaut, werden daher hauptsächlich mit verbesserter Elastizität, Hydratation und Aussehen von Haut, Haaren und Nägeln in Verbindung gebracht
- Kollagen Typ II
- Kommt dominant in den Gelenkknorpeln und im Glaskörper des Auges vor.
- Beteiligt sich an der Elastizität und Widerstandsfähigkeit des Knorpels.
- Oft wird angegeben, dass Kollagenpeptide, die aus Kollagen Typ II gewonnen werden, ideal für die Unterstützung des Bewegungsapparates sind – z. B. in Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler oder Personen mit Gelenkproblemen.
- Kollagen Typ III
- Kommt in den Wänden der Blutgefäße, in der Gebärmutter oder in Organen mit hohem Anteil an retikulären Fasern (z. B. Leber, Milz) vor.
- Kann eine ergänzende Rolle bei der Unterstützung der Gesundheit von Geweben und Blutgefäßen spielen, wird aber am häufigsten in Kombination mit Typ I gesehen.
Jeder dieser Typen erfüllt eine etwas andere Funktion im Organismus. In der Praxis trifft man am häufigsten auf Produkte, die Kollagen Typ I enthalten, oder auf eine Kombination der Typen I und III.
Kollagen Typ I (z.B. aus Fisch) wird am meisten mit der Haut in Verbindung gebracht, aber es gibt immer mehr Beweise, dass auch hydrolysierte Peptide, die aus Kollagen Typ I gewonnen werden, für den Gelenkapparat vorteilhaft sind.
Mythen und Realität über Kollagen in der Praxis
- Mythos: „Fischkollagen (Typ I) ist nur für die Schönheit, nicht für die Gelenke.“
- Realität: Studien (z. B. Naticol® Joint Health 2020) deuten darauf hin, dass hydrolysiertes Fischkollagen Typ I auch positive Auswirkungen auf den Gelenkapparat haben kann.
- Mythos: „Nur Kollagen Typ II ist gut für die Gelenke.“
- Realität: Obwohl Kollagen Typ II direkt im Knorpel vorhanden ist, sind auch Kollagenpeptide Typ I an der Gesamtregeneration des Bindegewebes beteiligt.
- Mythos: „Der Kollagentyp vor der Hydrolyse bestimmt genau seine Wirkung.“
- Realität: Bei der Hydrolyse werden die ursprünglichen Strukturen zerstört. Obwohl der Ausgangskollagentyp einen gewissen Einfluss auf die resultierende Peptidkombination hat, spielt die richtig gewählte Hydrolysemethode und die Qualität des Produkts eine entscheidende Rolle.
Kollagen ist ein universelles Strukturprotein, das der Organismus auf vielfältige Weise nutzen kann. Kollagen Typ I ist nicht nur für eine jugendliche und gesunde Haut unerlässlich, sondern dank einer neuen Generation klinischer Studien zeigt sich, dass es auch die Gelenke unterstützt.
Wenn Sie also einen umfassenden Nutzen für Haut und Bewegungsapparat suchen, sind hydrolysierte Kollagenpeptide Typ I (z. B. aus Fisch) eine interessante und bewährte Wahl.
Warum das so ist, erklären wir im folgenden Artikel.
Natives vs. hydrolysiertes Kollagen
Natives Kollagen ist ein Protein in seiner ursprünglichen, dreidimensionalen Helixstruktur (Tripelhelix). Es ist fest, unlöslich und kommt in den Geweben in nahezu unversehrter Form vor. In Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetikprodukten ist es jedoch nicht sehr häufig zu finden, da es im Allgemeinen große Moleküle hat, die schlecht absorbiert werden, und zudem oft schwierig aufzulösen ist.
Hydrolysiertes Kollagen (sogenannte Kollagenpeptide) entsteht durch kontrollierte Hydrolyse, üblicherweise enzymatisch. Dadurch werden die langen Proteinketten in kürzere Peptide "gespalten":
- Diese Peptide haben ein geringeres Molekulargewicht und lösen sich leicht auf
- Sie sind besser resorbierbar und der Organismus nutzt sie effektiv zur Bildung neuer Kollagenfasern
- Sie behalten einen hohen Gehalt an den für Kollagen typischen Aminosäuren (Glycin, Prolin, Hydroxyprolin), die für den Aufbau des Bindegewebes entscheidend sind
Die Unterschiede zwischen den Kollagentypen verschwimmen:
Oft stellt sich die Frage, ob der „Typ“ des Kollagens nach der Hydrolyse erhalten bleibt. Im Wesentlichen kommt es zu einem Verlust der ursprünglichen Strukturmerkmale der Typen I, II, III usw., da die enzymatische Spaltung die gesamte Helix zerstört.
Die Unterschiede zwischen den Ausgangstypen des Kollagens verwischen sich daher teilweise.
Jedes Produkt kann jedoch Peptide und Aminosäuren auf leicht unterschiedliche Weise kombinieren, was von der Ausgangssubstanz (z. B. Fischhaut, Rinderhaut, Hühnerknorpel) abhängt.
Studien zur Unterstützung der Wirkung von Fischkollagen (Typ I) auf die Gelenke
Obwohl die weit verbreitete Meinung besteht, dass Fischkollagen (Typ I) hauptsächlich für die Schönheit bestimmt ist, gibt es klinische Studien, die ein breiteres Spektrum seiner Anwendung belegen:
-
Klinische Studie Naticol® Joint Health 2020
- Wurde als doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie an 30 Probanden (Durchschnittsalter 61 Jahre) durchgeführt.
- Eine tägliche Dosis von 10 g Kollagenpeptiden aus Fischkollagen Typ I (Naticol®) führte nach 8 und 12 Wochen zu einer signifikanten Linderung von Gelenkbeschwerden, bewertet nach dem international anerkannten WOMAC-Index (Western Ontario and McMaster Universities Arthritis Index).
- Der Schmerz-Score und die körperliche Funktion verbesserten sich (Beweglichkeit und Fähigkeit, alltägliche Aktivitäten auszuführen).
FAZIT: Diese Studie zeigt somit, dass Kollagen Typ I aus Fischhäuten eine positive Wirkung auf die Gelenkgesundheit haben kann – seine hydrolysierte Form bietet eine hohe Bioverfügbarkeit und der Körper kann es effizient verwerten.
Der Grund dafür ist vor allem die Universalität der Aminosäuren in Kollagenpeptiden. Der Körper baut die Aminosäuren aus Kollagenpeptiden ab und verwendet sie dort wieder, wo sie benötigt werden, sei es in der Haut oder in den Gelenken.
Weitere Informationen in unseren BLOG-Artikeln:
Kollagenpeptide: Ihr Geheimtipp bei Cellulite

Kollagen für schöne Haut: NATICOL-Peptide, die wirklich wirken
- Naticol® Joint Health 2020 (Weishardt) – Klinische Studie mit 30 Probanden, doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert, die die positive Wirkung von hydrolysiertem Fischkollagen Typ I auf die Schmerzlinderung und Verbesserung der physischen Funktion der Gelenke belegt.

